Historischer Schulterschluss in München: Senioren-Unionen von CDU und CSU fordern „Teilhabe ohne digitale Barrieren“

Foto: Senioren Union Bundesvorstandsmitglied Ursula Michalak und der Bundesvorsitzende der Senioren Union Bayern Franz Meyer

PRESSEMITTEILUNG SENIOREN-UNION

Bundes- und Landesvorstand verabschieden wegweisende „Münchener Erklärung“ – Gemeinsames Eintreten für die Lebensleistung der älteren Generation.

Vom 12. bis 13. Mai 2026 kamen in der CSU-Landesleitung in München erstmals die Vorstände der Bundes-Senioren-Union der CDU und der Senioren-Union der CSU zu einer gemeinsamen Klausurtagung zusammen. Die historische Begegnung war geprägt von Aufbruchstimmung, einem intensiven inhaltlichen Austausch und der klaren Botschaft: Die Senioren in Deutschland müssen lauter werden, um die digitale und soziale Zukunft aktiv mitzugestalten.

Die Vorsitzenden Frank Meyer (SEN CSU) und Hubert Hüppe (Bundes-SEN CDU) hießen die Delegierten zu einem Programm willkommen, das von hochkarätigen Impulsen und politischer Leidenschaft geprägt war. Dr. Martin Huber, Generalsekretär der CSU, sowie der Ehrenvorsitzende Dr. Thomas Goppel unterstrichen in ihren mitreißenden Grußworten die zentrale Bedeutung der Senioren-Unionen als das „erfahrene Gewissen“ der Union.

Zukunftsthemen: Rente, Digitalisierung und Inklusion

Ein fachlicher Schwerpunkt lag auf der Sicherung der Altersvorsorge. Helmut Plenk (Vorsitzender der SEN-AG Rente und VdK-Geschäftsführer) informierte kompetent und verständlich über die aktuellen Herausforderungen des Rentensystems.

Am zweiten Tag rückte die Digitalisierung in den Fokus. Isabelle Joswig, Inklusionsbeauftragte von Google Deutschland, lieferte mit ihrem Vortrag zur generationenübergreifenden Inklusion wertvolle praktische Impulse. Manuel Knoll, JU-Landesvorsitzender Bayerns, ergänzte dies durch eine kritische Bestandsaufnahme zur Gefahr der Ausgrenzung durch digitale Barrieren.

Kernpunkt: Die Münchener Erklärung

Höhepunkt der Tagung war die einstimmige Verabschiedung der „Münchener Erklärung: Teilhabe ohne digitale Barrieren“. Darin fordern die Vorstände:

  • Garantierten Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen (analog & digital).
  • Gewährleistung von Benutzerfreundlichkeit bei digitalen Produkten.
  • Stärkung der digitalen Kompetenzen und Bildung im Alter.
  • Höchste Standards bei Vertrauen, Sicherheit und Datenschutz.
  • Soziale Teilhabe als wirksames Mittel gegen Einsamkeit.
  • Die uneingeschränkte Beibehaltung des Bargelds.

Gemeinsam stärker: Lebensleistung würdigen

In der Debatte herrschte Einigkeit darüber, dass der Staat allein nicht alle Herausforderungen lösen kann. „Wir müssen als Gesellschaft zusammenstehen und Dinge gemeinsam tragen“, so der Tenor der Sitzung. Demokratie lebe vom Ringen um den Kompromiss, doch dabei dürfe die Lebensleistung der Senioren nicht unter den Tisch fallen. Die Vorstände waren sich einig: Um gehört zu werden, muss die Vertretung der Älteren in Zukunft noch deutlicher auftreten.

Nach zwei Tagen voller zukunftsweisender Inputs und einem herzlichen bayerischen Abend – inklusive eines „durstlöschenden“ Exkurses in die Welt des Bieres durch Dr. Lothar Ebbertz (Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes) – endete das Treffen mit einem klaren Fazit: Diese Premiere war ein voller Erfolg und muss zeitnah wiederholt werden.

Ursula Michalak
Beisitzerin im Bundesvorstand